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Der passende Sattel für breite Pferde – das müssen Sie wissen

Den geeigneten Sattel für ein breites Pferd zu finden ist oft richtig schwierig. Selbst hochwertige Sättel, auf die andere Reiter schwören, sitzen nicht richtig, das Pferd läuft darunter nicht locker, gibt vielleicht schon beim Aufsatteln zu verstehen, dass etwas nicht stimmt. Wir erklären Ihnen, woran das liegt und worauf Sie beim Sattelkauf für ein breites Pferd achten müssen.

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Breite Pferde sind im Kommen

Liebevolle Spitznamen wie „Dicker“, „Moppel“ oder „Plautzen-Erna“ bringen es auf den Punkt: Viele populäre Pferderassen sind tendenziell nicht gerade das, was man ein „schmales Handtuch“ nennen würde. Wir mögen unsere robusten Pferde, stehen ihre Rubens-Kurven doch für eine – hoffentlich – genauso robuste Konstitution. Und auch wenn ein paar von den „Dicken“ vielleicht wirklich ein wenig zu tief in die Futterkrippe gelangt haben mögen – die gute alte Ausrede trifft auf die meisten von ihnen tatsächlich zu: Das Tier ist halt kräftig gebaut.
 
Zum Typus Barockpferd gehören zum Beispiel Andalusier, Lusitanos, Lippizaner, Knabstrupper, Friesen, Haflinger oder Tinker. Und auch Islandpferde und andere Kleinpferde im Ponytyp sind rassetypisch eher „El Tonno“ als „Schwanensee“. Wie der Spitzname nicht ganz so subtil andeutet: Der Rumpf dieser Pferde hat gewisse Ähnlichkeit mit einem Fass. Ihr Brustkorb ist fast rund, der Rücken großzügig breit und relativ flach. Mitunter haben Pferde im Barocktyp zudem wenig bis nahezu gar keinen Widerrist.

Sattelhersteller produzieren Sattelkonfektion meist für schmale Pferde

Das ist nun erst einmal eine Beschreibung und kein Problem. Zum Problem wird der Körperbau der „Dicken“ aber oft beim Sattelkauf: Als in Europa die modernen, in der Regel vom englischen Sattel abgeleiteten Sattelformen entwickelt wurden, wurden breite Pferde nämlich ganz überwiegend als Kutschpferde verwendet, während das typische Reittier eher ein Pferd mit schmalem, ovalem Rumpf war. Dieser Typus ist auch heute noch der häufigste, und auf ihn sind herkömmliche Sättel optimiert.

Darum passt der Sattel nicht

Kein Sattel für den schmalen Pferdetypus wird einem Barockpferd oder Pony richtig passen. Das liegt in der Regel an einer Kombination von mehreren der folgenden Gründe:

Zu schmale Kammer

Ist die Kammer zu schmal, hängt der unbelastete Sattel an der Schulter ein ganzes Stück zu weit in der Luft (wenn Sie das nicht sehen, merken Sie es wahrscheinlich beim Aufsitzen: Der Sattel kippt). Drückt das Reitergewicht nun den Sattel nach unten, wird das Pferd vom Kopfeisen regelrecht eingekeilt. Das schmerzt und engt die Bewegungen ein, da die Schulterblätter, anstatt unter den Sattel zu gleiten, nun bei jedem Schritt an die Sattelkante stoßen.

Zu enge Winkelung des Kopfeisens

Das Kopfeisen ist bei hochwertigen Sätteln oft verstellbar. Damit sind Sie und Ihr Pferd aber noch nicht „aus dem Schneider“ – auch der Öffnungswinkel des Sattelbaums im Bereich der Sitzfläche ist oft für schmale Pferde berechnet. Und da lässt sich nichts schrauben; ist der Sattelbaum zu eng gewinkelt, liegt der Sattel nicht mit den ganzen Sattelkissen auf dem Pferderücken auf, sondern nur mit den Kissenaußenkanten. Das volle Gewicht des Reiters lastet nun auf diesen schmalen Streifen: Auf die Druckstellen am Pferderücken müssen Sie nicht lange warten. Gern wird dieses Problem durch zusätzliches Aufpolstern korrigiert. Machbar, aber nicht optimal: Ein richtig passender Sattelbaum kann ohne Polsterexzesse verwendet werden. Das bringt Sie auch näher ans Pferd, statt wie eine Prinzessin auf der Erbse auf dem Kissenturm zu schaukeln.

Zu schmaler Kissenkanal

Wirbelsäule und Rückenband müssen unter dem Sattel genug Freiraum haben, und zwar auch dann noch, wenn sich das Pferd biegt. Dafür hat jeder Sattel eine Aussparung zwischen den beidseitigen Polstern, den Kissen- oder Wirbelkanal. Ein kräftig gebautes Pferd kann nun durchaus auch eine deutlich breitere Wirbelsäule haben als die schmaleren Kollegen. Das üblicherweise mit „vier Finger breit“ angegebene Maß für den Wirbelkanal kann für diese Pferde zu knapp sein.
Breiter Kissenkanal und eine breite (und kurze) Auflage: Die Comfort-Compact-Auflage von Iberosattel
Breiter Kissenkanal und eine breite (und kurze) Auflage: Die Comfort-Compact-Auflage von Iberosattel

Zu wenig Auflagefläche

Ein auf schmale Pferde optimierter Sattel nutzt in der Breite in der Regel nicht die ganze Auflagefläche aus, die ein rundrückiges, breites Pferd zu bieten hat. Na gut, könnte man sagen – das schmale Pferd kommt damit ja auch zurecht. Aber: Ist der Sattelbaum außerdem zu schmal (siehe oben), kostet ein verbreiterter Wirbelkanal zusätzlich Auflagefläche, oder ist Ihr Rubens-Pferd nicht nur breit, sondern auch kurz, kann die letztlich realisierte Auflagefläche deutlich zu klein sein. Auf dieser Fläche lastet nun das gesamte Reitergewicht – suboptimal, wenn Sie nicht gerade ein Fliegengewicht sind.

Fassen wir zusammen

Der Sattel für ein breites Pferd sollte folgende Eigenschaften habe:
 
  • Große Kammer
  • Ausreichend weit gewinkeltes Kopfeisen
  • Ausreichend weit gewinkelter Sattelbaum
  • Ausreichend breiter Kissenkanal
  • Breite Auflagefläche 

​Genau diesen Satteltyp finden Sie bei Iberosattel: Wir haben unsere ersten Dressur- und Barocksättel mit Blick auf unsere eigenen Pferde entwickelt – klassische Barockpferde der Pura Raza Española. 
 
Schon unsere preiswerteren Einsteigermodelle sind voll und ganz auf den Rubenstyp optimiert. Kammerweiten bis 39 und mehr sorgen dafür, dass der Sattel sogar XXL-Prachtexemplaren passt. Und dank verstellbarem Kopfeisen macht jeder unserer Sättel Wachstumsschübe ebenso wie jahreszeitliche Schwankungen in der Bemuskelung des Pferdes ganz unproblematisch mit. 
 
Unsere Classic Plus Sättel verfügen überdies über die Comfort-Auflage – eine von uns speziell für die Bedürfnisse breiter Pferde entwickelte überbreite Sattelpolsterung mit durchgängiger Auflagefläche als Alternative zu den herkömmlichen Keilkissen. 
 
Mit unseren individuell gefertigten Premium-Sätteln können wir auch sehr empfindliche Pferde oder Pferde mit richtig schwieriger Sattellage glücklich machen: Nicht nur Kopfeisen und Polsterung, sondern auch der Sattelbaum selbst lassen sich bei diesen Modellen sehr variabel auf die bei der Vermessung Ihres Pferdes gewonnenen Daten anpassen. Damit lässt sich eine perfekte Passform herstellen, die auch das pingeligste Reittier überzeugt.
 

Spezialfälle – wir nehmen die Herausforderung an!

Das bringt uns auf eine interessante Frage: Sind die breiten Pferde denn nun grundsätzlich komplizierter aufzusatteln als ihre schmalen Artgenossen? 
 
Nicht unbedingt – Sättel mit den oben aufgelisteten Eigenschaften sind eigentlich nicht schwieriger herzustellen oder anzupassen als andere. Sie sind nur seltener zu finden. 
 
Trotzdem kommen aber gerade bei breiten Pferden ein paar Spezialfälle vor, die bei der Sattelanpassung wirklich eine Herausforderung sind. (Aber keine Sorge: Die Sattelexperten von Iberosattel haben bisher noch für jedes Pferd eine passende Sattellösung gefunden.)
Gerne kommen wir auch bei Ihnen vorbei und finden den richtigen Sattel, rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns per Kontaktformular:

Hotline: 09179 / 964117

Mehr Freude mit Ihrem Sattel für breite Pferde: jetzt kostenlos und unverbindlich bei Iberosattel informieren!
Meine Nachricht an Iberosattel:

Das breite Pferd mit geradem Rücken und kaum ausgeprägtem Widerrist

Sagen wir mal so: Natürlich ist es schwierig, einen Sattel auf einer Art Tischplatte so zu befestigen, dass er auch bleibt, wo er ist, wenn der Tisch im Trab unterwegs ist. Hier brauchen Sie eine besonders große Auflagefläche, um die Haftreibung zu maximieren. Außerdem lässt sich mit ein paar Tricks bei der Gurtung weiterkommen. Im Extremfall hilft ein zusätzlicher Gurt, der sogenannte Vorgurt. Iberosattel kann die Gurtung für jedes Pferd individuell gestalten und damit zum Beispiel auch eine schwierige Gurtlage adressieren.

Die kurze Compact Auflage

Nominiert für den EQUITANA Innovationspreis: Die Comfort Compact Auflage für kurze Pferderücken
Nominiert für den EQUITANA Innovationspreis: Die Comfort Compact Auflage für kurze Pferderücken
Unsere kurze, einzigartige und ausgezeichnete Comfortauflge gibt es auch für kurze Pferde in der Compact-Version!

Das breite Pferd mit Senkrücken

Auf einem stark geschwungenen Rücken gibt es eher keine Probleme mit rutschenden Sätteln. Das ist allerdings ein schwacher Trost, wenn ihr Pferd leidet und bockt, weil der Sattel über dem Senkrücken eine Brücke bildet. Der passende Sattelbaum für diesen Spezialfall muss nicht nur breit sein, sondern auch den Schwung des Rückens so präzise wie möglich abbilden. Dieses gute Stück bekommen Sie natürlich nicht von der Stange – aber von Iberosattel.

Das breite Pferd mit breiten Schultern und/oder sehr viel Schulteraktion

Aus dem Prachtexemplar mit eindrucksvoller Schulterpartie und raumgreifendem Gang wird mit dem falschen Sattel schockierend schnell ein verspanntes, unlustiges Pferd mit blockierten Bewegungen. Das Problem: fehlende Schulterfreiheit. Jeder Sattel muss so gestaltet sein, dass die Schulter nicht nur im Stand frei bleibt, sondern in der Bewegung unter den Sattel gleiten kann. Dafür müssen Winkelung und Position des Kopfeisens so gestaltet sein, dass die Pferdeschulter möglichst in keiner der Gangarten dagegen stößt. Gerade bei ausladenden Pferden mit starker Schultermuskulatur kann die benötigte Schulterfreiheit oft nur im Rahmen einer individuellen Anpassung, die den Bau und das Gangbild des Pferdes berücksichtigt, hergestellt werden.

Schulterfreiheit mit dem EWF-System

Weltneuheit: Kein Kopfeisen am Pferd
Weltneuheit: Kein Kopfeisen am Pferd
Mehr Freiheit bei hohem Widerrist: Durch das Integrieren des Kopfeisens in den Sattelbaum, bietet das EWF System mehr Freiheit für den Widerrist (bei hohen und ausgeprägten Widerristen) und mehr Freiheit für die Schulter (kein Eisen das das heruntergleiten des Schulterknorpels unter den Sattel stört).

Das breite, überbaute Pferd

Für das „hinten höhergelegte“ Pferd, egal, ob breit oder nicht, ist die herkömmliche Polsterung mit Keilkissen, die den Sattel hinten noch mehr anheben, vollkommen ungeeignet: Der Sattel wird bergab in die Schulter gedrückt, Bewegungseinschränkungen, Druckstellen und Verspannungen beim Pferd sind die Folge.

Überbaute Pferde brauchen einen möglichst kurzen Sattel mit einer speziell angepassten Polsterung. Ist das Pferd außerdem noch breit, kommen die oben besprochenen Anforderungen hinzu. Ein solcher Sattel sollte individuell angepasst und gefertigt werden. Unsere Comfort-Auflage können wir so gestalten, dass sie die Überbauung sehr gut ausgleicht. Eventuell empfiehlt sich zusätzlich ein halbflacher Sitz, um die korrekte Sitzposition zu ermöglichen. 

Auf einen Blick: Die Vorteile von Iberosattel für breite Pferde

  • Sättel von Iberosattel gibt es mit großer Kammer, die in der Weite stufenlos verstellbar ist.
  • Unsere Sattelbäume sind an den Körperbau breiter Pferde angepasst.
  • Den Kissenkanal der Sattelpolsterung können wir in der Breite auch auf kräftig gebaute Pferde anpassen.
  • Viele unserer Sättel haben die Comfort-Auflage.In der Comfort-Compact-Variante ist diese innovative Polsterung mit besonders viel Auflagefläche auch ideal für kurze oder überbaute breite Pferde.
  • Für Pferde mit ausgeprägtem Widerrist und/oder viel Schulteraktion ist unser EWF-Sattelbaum eine Option zur Vergrößerung der Schulter- und Widerristfreiheit.
  • Und schließlich: Keinen unserer Sättel verkaufen wir ohne eine genaue Reiter-Pferd-Analyse, individuelle Beratung, Probereiten, Maßnehmen und Anpassung vor Ort! Wir wollen, dass Sie und Ihr Pferd mit einem Iberosattel langfristig glücklich werden. Daher sind wir nach dem Kauf weiterhin für Sie da – zu unseren Dienstleistungen gehören ganz selbstverständlich auch ein Nachkontrolltermin sowie das Stellen und Polstern vor Ort.


Eine Übersicht unserer Sättel und die Preise finden Sie auf unserer Preisliste, jetzt downloaden:
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