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Der richtige Sattel für Iberer & Co.

Iberischer Sattel – der Bequeme für lange Tage im Sattel

Für Pferde mit iberischen Wurzeln ist ein iberischer Sattel die naheliegende, traditionelle Wahl. Wer sich einen solchen Sattel wünscht, denkt dabei oft zunächst an die Optik: Ein iberischer Sattel, vielleicht noch mit einem schicken Lammfellbezug und passendem Zaumzeug, ist einfach sehr deutlich „etwas anderes“ als herkömmliche englische Sättel. Aber die unverkennbare Optik steht – wie bei allen echten Traditionen – in engem Zusammenhang mit den „inneren Werten“ eines solchen Sattels. Und die sind es, die einen iberischen Sattel letztlich auch zu einer guten Wahl für unsere Iberer (und viele andere Pferde) machen.

… aber was genau ist eigentlich ein iberischer Sattel?

Unmittelbar auffällig sind beim klassischen iberischen Sattel natürlich die vorn und hinten hochgezogenen Galerien, der eckige Schnitt der Sattelblätter und das Fehlen von Pauschen. Besonders wichtig ist aber eher folgendes: Iberische Sättel liegen sehr breitflächig auf dem Pferderücken auf. So wird das Reitergewicht optimal auf den Pferderücken verteilt, was diese Sättel außerordentlich pferdefreundlich macht. In aller Regel sind sie auch für den Reiter sehr bequem – auch wenn der ebenfalls typische flache Sitz für Reiter, die an einen eher tiefen Dressursitz gewöhnt sind, eine Herausforderung darstellen kann.
 
In der ganz traditionellen Variante werden iberische Sättel auf einem Holzbaum aufgebaut und mit dicken, mit Rosshaar ausgestopften Kissen gepolstert. Der Vorteil der Rosshaarpolsterung liegt darin, dass sie ihre Form bei längerer Nutzung des Sattels immer besser an den individuellen Schwung und Bewegungsspielraum des Pferderückens anpasst.
 
„Schuld“ an dem Vorurteil, mit iberischen Sätteln könne man nicht leichttraben, ist übrigens der portugiesische Stierkämpfersattel, dessen ausgeprägte Galerien den Reiter – mit gutem Grund – „bombenfest“ hinsetzen und so das Hochkommen aus dem Sattel verhindern. Mit anderen iberischen Sätteln ist Leichttraben durchaus möglich; zum Springen ist der iberische Satteltyp allerdings wirklich nicht gut geeignet.

Iberischer Sattel vs. englischer Sattel

Im Vergleich mit dem iberischen Sattel, der viele Züge der bis ins 18. Jahrhundert europaweit üblichen Barocksättel bewahrt hat, sind die später aufgekommenen englischen Sättel möglichst leicht gebaut und verfügen nur über eine sehr schmale Auflagefläche auf dem Pferderücken, die durch ebenso schmale Sattelkissen (traditionell mit Schafwolle gefüllt) abgepolstert wird. Charakteristisch sind weiterhin die schlichte Form ohne Galerien und die abgerundeten Sattelblätter mit Pauschen.
 
Wer den Unterschied zwischen beiden Satteltypen, die schon fast Sattel-Philosophien verkörpern, auf eine einfache Formel bringen will, könnte sagen: Der englische Sattel wurde für kurzfristige Höchstleistungen (ursprünglich für Treibjagden) konzipiert, bei denen Komfort und Schonung für Pferd und Reiter keine Priorität haben – und der iberische für einen langen (Arbeits-)Tag zu Pferd.
 
Im englischen Sattel sitzen Sie nicht unbedingt besonders bequem; dieser Sattel setzt Reiter und Pferd quasi „unter Strom“: Sie müssen Haltung bewahren, ganz bei sich und beim Pferd sein, und Ihre Gewichtshilfen sind für das Pferd – via Satteldruck – absolut unmissverständlich (sprich: tendenziell unangenehm). Der iberische Sattel ermöglicht dagegen wahrhaft entspanntes Reiten. Sie und Ihr Pferd verbringen viel Zeit miteinander, sind ein perfekt eingespieltes Team – das auch mal stundenlang einfach nur so „dahinzockelt“. Priorität hat hier, dass Sie beide gesund bleiben und gut gelaunt über den Tag kommen. Kein Wunder, dass dieser Satteltyp heute bei Wanderreitern besonders beliebt ist.

Der moderne iberische Sattel

Moderne iberische Sättel unterscheiden sich in einigen Aspekten von ihren klassischen Vorgängern. Diese Veränderungen sind durchaus Veränderungen zum Guten, haben allerdings die Philosophie des iberischen Sattels schon ein Stück weit an unsere moderne, ungeduldige Zeit angepasst. Kunststoffbäume anstelle von Holz und leichte Synthetikpolsterung anstelle von Rosshaar haben den spanischen Sattel gewichtsmäßig ordentlich abgespeckt. Monatelang „passend reiten“ braucht einen solchen Sattel niemand mehr – dafür sollte er allerdings unbedingt gleich von vornherein gut angepasst werden. Eine große positive Neuerung in diesem Sinne sind iberische Sättel, deren Kammerweite sich verstellen lässt. Durch diese einfach zu machende Neuanpassung kann der Sattel Ihr Pferd ein Leben lang begleiten – vom Jungpferd über das voll im Training stehende erwachsene Tier bis zum Senior – und oft sogar „weitergereicht“ werden, ohne Abstriche an der Passform zu machen.
 
Geblieben sind auch beim modernen iberischen Sattel die breite Auflagefläche, der bequeme Sitz und die mehr oder weniger ausgeprägten Galerien. Wer auf Pauschen nicht verzichten mag, wird dagegen heute keine Schwierigkeiten haben, einen iberischen Sattel nach seinem Geschmack zu finden: Hersteller statten selbst sehr traditionell wirkende Modelle auf Wunsch mit Pauschen oder Klettpauschen aus.

Für welche Pferde sind iberische Sättel geeignet?

Zunächst: Jedes Pferd, das rückenschonend geritten werden soll, braucht einen Sattel mit möglichst großer Auflagefläche. Iberische Sättel sind allerdings in erster Linie für den seinerzeit auf der iberischen Halbinsel verbreiteten Pferdetyp mit kurzem, breitem Rücken, runden Rippen und eher wenig Widerrist konzipiert. Neben den Iberern (PRE's, Andalusier, Cartujanos, Lusitanos und die verschiedenen Kreuzungen spanischer Pferde mit Arabern und/oder Vollblütern) stehen aber auch etliche andere Rassen im sogenannten Barock- oder Quadrattyp: Araber, Knabstrupper, Tinker, Lipizzaner und auch die rundlichen Kleinpferde- bzw. Ponyrassen wie Haflinger oder Isländer sind mit einem spanischen Sattel ebenfalls gut unterwegs.

Woher bekomme ich einen iberischen Sattel?

Zum Beispiel von uns! Wir sind Iberosattel, eine Sattelmanufaktur aus dem bayrischen Freystadt. Unser Sattelgeschäft entwickelte sich zunächst als „Anhängsel“ unseres Privatgestüts: Wir halten, reiten und züchten mit Leidenschaft iberische Pferde der Pura Raza Espanola. Deshalb lieben wir natürlich die Optik und Bequemlichkeit iberischer Sättel – haben aber auch ihre Macken und Tücken kennengelernt, darunter die erheblichen Schwierigkeiten, die sich auftun, wenn eines dieser herrlichen traditionellen Stücke nachgepolstert werden soll.
 
Deshalb haben wir einfach unsere eigenen, vom iberischen Vorbild inspirierten Barocksättel entwickelt – leicht, in der Kammer verstellbar, aus zeitgemäßen Materialien (und bestem Leder), deutlich einfacher nachzupolstern, vielseitiger als der iberische Traditionsklassiker – aber im Herzen ganz ohne Frage iberische Sättel: tolle, pferdefreundliche Reitsättel mit extrabreiter Auflagefläche, perfekt fürs Gelände und zum Wanderreiten. Eben Iberosättel. Die wir nach den Maßen Ihres Pferdes – und Ihren Vorgaben hinsichtlich Optik und Extras (Liebhaber iberischer Sättel sind hier oft besondere Individualisten!) – einzeln fertigen.
 
Wer auf Holzbaum, Rosshaar und Stroh besteht, wird anderswo fündig. Wer, wie wir, die Tradition lebendig und alltagstauglich halten will, sollte unsere spanisch inspirierten Sättel kennenlernen:
 
  • Der Vaquero Mexicano ist besonders deutlich am klassischen Vorbild angelehnt, hat aber einen recht tiefen Sitz, mit dem sich auch Dressurlektionen reiten lassen.
  • Der Ibero Amazona Classic Plus verfügt trotz seiner unverkennbar spanisch-barocken Optik über kleine Pauschen – und eine abnehmbare Hintergalerie, dank derer er sogar bei Dressurturnieren antreten darf.
  • Der Ibero Escuela ist dem spanischen Schulsattel nachempfunden: Hier treffen sich iberische und barocke Tradition in einem Sattel mit halbflachem Sitz, in dem Sie viel Bewegungsspielraum haben; mit einer phantastisch komfortablen, aus dem Sitz geformten Hintergalerie und angedeuteten Pauschen.
  • Ganz ohne Hintergalerie und mit einer breiten, gepolsterten Vordergalerie, die nahtlos in große, weiche Vaqueropauschen übergeht, kommt dagegen unser in der Optik eher lose an spanische Vorbilder angelehnter Alpha Vaquero daher. Mit dem bekommen Sie einen echten Vielseitigkeitssattel, der sich fürs Gelände ebenso gut eignet wie fürs Dressurviereck. 

Interessiert? Vereinbaren Sie gern einen Sattel- und Beratungstermin bei Ihnen vor Ort! Wir (oder einer unserer Partnersattler außerhalb Bayerns) kommen zu Ihnen, mit iberischen Sätteln zum Probereiten im Gepäck.

Hotline: 09179 / 964117

Mehr Freude mit Ihrem Iberer: jetzt kostenlos und unverbindlich bei Iberosattel informieren!