Bayerische Sattelmanufaktur für höchste Ansprüche

Ohne Reue stundenlang im Sattel: Wie sich Wundreiten verhindern lässt

Ein langer Ausritt kann zu ausgesprochenen Hochgefühlen führen. Und zu wunden Stellen und Tage anhaltenden Schmerzen an diversen, teils überraschenden und teils leider auch etwas peinlichen Stellen. Hier lassen wir den Muskelkater, der sich mit etwas Übung erledigt, beiseite, und beleuchten das berüchtigte Wundreiten (mitunter auch Aufreiten genannt) etwas näher: Woran liegt's – und wie lässt es sich verhindern?

Unsere Amazonalösung gegen Wundreiten bietet Ihnen beim Reiten:

  • Entlastung des Schambeins
  • einen balancierten Sitz
  • Komfort für Sitzbeinhöcker
  • Anpassung an die weibliche Anatomie

Direkt springen zu

Ursachen: Wie entsteht Wundreiten im Sattel?

Wunde Stellen im Intimbereich und am Gesäß werden durch Reibung verursacht, die durch die Bewegungen beim Reiten entstehen. Dabei können zwei Ursachen unterschieden werden:

1. Scheuern zwischen Haut und Kleidung: Diese Form von Wundreiten wird begünstigt durch lose sitzende Kleidung sowie durch Nähte, Säume und Falten an der Hose an sensiblen Stellen. Auch Sattelelemente, die durch die Kleidung drücken (Riemen, Schnallen, Ränder der Sattelblätter) können wunde Stellen hervorrufen. Wenn Sie beim Reiten schwitzen, verstärkt dies den Reibungseffekt.

2. Stöße und Reibung zwischen Sattel und Knochen: Dabei wird das über dem Knochen liegende Weichgewebe gequetscht. Die resultierenden Druckstellen treten in erster Linie im Bereich des Schambeins und der beiden Sitzbeinhöcker auf: Diese drei Knochen spielen beim Sitzen im Sattel die Hauptrolle. Seltener macht auch das Steißbein Probleme.

Punkt 1 lässt sich in erster Linie durch geeignete Kleidung unter Kontrolle bringen. Punkt 2 ist ein Sattelproblem. Und zwar eines, mit dem überwiegend Frauen konfrontiert sind.

Wundreiten: Wenn Haut gegen Kleidung scheuert

Kleinigkeiten wie der Saum am Beinabschluss des Slips oder die Hosennaht im Schritt können beim Reiten zum großen Problem werden. Nämlich dann, wenn die ständige Bewegung im Sattel diese Stellen immer und immer wieder über die Haut reiben lässt. Und selbst, wo gar nichts weiter zu spüren ist und einfach nackte Haut und Textil permanent gegeneinander verschoben werden, kann das auf Dauer zu wunden Stellen führen. Übrigens auch, wenn Haut gegen Haut reibt, etwa dort, wo die Oberschenkel innen in den Rumpf „münden“. Deutlich verschlimmert wird die Lage noch, wenn Schweiß im Spiel ist, der die Haut aufweicht.

Tipps zur Vermeidung von Wundreiben beim Reiten

  • Bequeme Unterhosen: Tragen Sie nahtlose Unterwäsche ohne Unregelmäßigkeiten im Schritt und am Po, wie Slips, Hipster oder enganliegende Shorts mit langem Bein. Bevorzugen Sie Materialien, die Schweiß gut ableiten, wie Baumwolle oder Mikrofaser, die eine weiche, glatte Oberfläche hat. Diese Wahl ist besonders wichtig bei längerem Reiten, um Reizungen durch den Sattel zu vermeiden.
 
  • Spezialunterwäsche und -kleidung: Verwenden Sie Funktionsunterwäsche, die speziell für Reiter, Radfahrer oder Tänzer designt ist, mit eingearbeitetem Polster für zusätzlichen Schutz. Zusätzlich kann das Tragen einer dünnen, glatten, perfekt anliegenden und nicht rutschenden Schicht wie Feinstrumpfhosen direkt auf der Haut hilfreich sein, um die Reibung zu reduzieren, die beim Sitzen auf dem Pferd entstehen kann.
 
  • Schutzcremes: Verwenden Sie spezielle Cremes wie Vaseline, Hirschtalg oder Chamois-Cremes, die für Fahrradsportler angeboten werden, um die Reibung zwischen Kleidung und Haut zu vermindern. Diese Cremes enthalten oft kühlende, entzündungshemmende, antibakterielle und pflegende Zusätze. Tragen Sie die Salbe sowohl auf die Haut als auch auf potenziell störende Nähte der Kleidung auf, um Wundreiten zu verhindern.
 
  • Geeignete Oberbekleidung: Wählen Sie Oberbekleidung ohne dicke Nähte im Schritt und an der Innenseite der Oberschenkel. Bevorzugen Sie eine Reithose mit einem speziellen Schnitt ohne Bein-Innennähte und mit einem großen Einsatz im Schritt, um Druck und Reibung zu vermeiden, besonders wichtig beim Wanderreiten, wo lange Zeiträume im Sattel verbracht werden.

Wundreiten: Wenn Knochen gegen Sattel stößt

Der klassische Sattel – egal ob Englisch, Western oder Barock – ist, wie so manches auf der Welt, ursprünglich nicht für Frauen konzipiert worden – und hier speziell für das deutlich vom Mann unterschiedene Becken einer Frau. Mit den im Rahmen dieser Tradition konstruierten Sätteln hat nicht jede Frau ein Problem – aber es gibt Konstruktionsdetails, die Männersättel für Frauen allgemein weniger geeignet machen und speziell das Wundreiten fördern.
Traditionell wurden Sättel für Männer entwickelt und sind nicht für die weibliche Anatomie konzipiert worden. — Frauen haben andere Ansprüche an einen Sattel.
Die Sitzfläche vieler Sättel unterstützt die weiter auseinanderliegenden weiblichen Sitzbeinhöcker nicht genug – das führt dazu, dass das Schambein beim Sitzen im Sattel mehr belastet wird. Verstärkt wird dieser Effekt dadurch, dass Frauen, um balanciert im Sattel sitzen zu können, ihr Becken etwas nach vorn kippen müssen – so können die Sitzbeinhöcker noch weniger Last aufnehmen.

Zudem ist auch ein steil aufragender Vorderzwiesel für das flacher gewinkelte weibliche Schambein problematisch. Kurz und (nicht so) gut: Beim Reiten kommt es permanent zu Stößen und „Rucklern“ zwischen Sattelbaum und Schambein, bei denen das dazwischenliegende empfindliche Gewebe schmerzhaft gequetscht wird. 
Tipps gegen Wundreiben oder Schmerzen beim Reiten
Tipps gegen Wundreiben oder Schmerzen beim Reiten
Übrigens: Die beschriebenen Probleme sind nicht einfach „nur“ schmerzhaft (als ob das nicht schon schlimm genug wäre). Tatsächlich beeinträchtigen sie die Bewegungsabläufe beim Reiten auf komplexe Weise. Grob gesagt: Um ihre Balance zu verbessern und Schmerzen zu vermeiden, neigen Frauen im Männersätteln dazu, nach hinten zu rutschen. Dadurch bekommen zwar die Sitzbeinknochen mehr Unterstützung, dafür sitzt die Reiterin aber hinter dem Schwerpunkt, gerät sehr leicht in den Stuhlsitz und schiebt zudem den Sattel nach vorn – was wiederum das Pferd in seiner Bewegung hemmt.
 
Wichtig zu wissen: In gewissem, allerdings wesentlich geringerem Maße trifft das Beschriebene auch für komplett anatomiegerechte Baumsättel zu: Wer sich den ganzen Tag im Sattel bewegt, belastet Sitzbeinhöcker und Schambein auch dann nicht unerheblich, wenn im Bereich der Sitzfläche alles perfekt stimmt. Manche Reiter versuchen, mit einer weichen Sattelauflage (ein Lammfell oder eine Gelauflage) Abhilfe zu schaffen. Iberosattel® hat eine Lösung, die direkt da ansetzt, wo das Problem entsteht: am Sattelbaum.

Die Amazonalösung gegen Wundreiten

Amazonalösung gegen Wundreiten
Mit der bewährten Amazonalösung und der Amazonalösung 2.0 hat Iberosattel® ebenso einfache wie wirkungsvolle Lösungen gefunden, wie insbesondere Frauen in unseren Sätteln wesentlich komfortabler reiten können. (Das Angebot wird aber durchaus auch von Männern angenommen und geschätzt...)
 
Die „einfache“ Amazonalösung umfasst eine clever platzierte mittige Ausfräsung im vorderen Teil des Sattelbaums, die das Schambein entlastet und so schmerzfrei den korrekten balancierten Sitz im Schwerpunkt ermöglicht. Die Ausfräsung können wir mit einem speziell zugeschnittenem Sitzleder beziehen oder so mit Schaumstoff auspolstern, dass sie von außen überhaupt nicht sichtbar ist. Unsere seit 2011 erhältliche Amazonalösung 2.0 hat zusätzlich zwei symmetrische Ausfräsungen im Bereich der Sitzbeinhöcker: für alle, die bei langen Ausritten auch dort mehr Komfort wünschen.
 
In beiden Fällen haben Sie hier beinahe ein Patentrezept gegen Druckstellen! Gern bringen wir unsere Vorführmodelle mit Amazonalösung und Amazonalösung 2.0 zum Satteltermin mit – testen Sie den zusätzlichen Sitzkomfort bei einem Proberitt!

Alle Vorteile der Amazonalösung gegen Wundreiten von Iberosattel®

Reiten ohne Wundreiben mit der Amazonalösung von Iberosattel®
  • Anatomisch angepasstes Design: Die Sattelbäume der Amazonalösung sind speziell für die Bedürfnisse von Reiterinnen beim Reiten ausgefräst, was eine bequemere und natürlichere Sitzhaltung im Sattel ermöglicht.
  • Erhöhter Komfort im Sattel: Die Neugestaltung des Sitzleders und die sanfte Vertiefung im Sattel tragen zu einem spürbar verbesserten Komfort bei. Diese Anpassungen sind besonders vorteilhaft, um den Komfort im Sattel beim Reiten auf dem Pferd zu erhöhen.  
  • Verdeckte und unauffällige Variante für längere Ritte: Die verdeckte Version der Amazonalösung bietet den gleichen Komfort, ist aber optisch unauffällig, was sie ideal für längere Ritte, wie beim Wanderreiten, macht.  
  • Vorbeugung gegen Wundreiten: Durch die verbesserte Passform und den erhöhten Komfort kann die Amazonalösung dazu beitragen, das Risiko von Wundreiten zu verringern

Unsere Kunden empfehlen die Amazonalösung gegen Wundreiten

Alexa S. auf Tinker-Stute: "Mein Tinker und ich sind sehr zufrieden und ich weiß, dass meine Jungstute auch einen Iberosattel® bekommt, wenn es ans Anreiten geht ..."

"Ich als Westernreiter fühle mich in meinem Amazona Dressage Comfort in der Größe 18,5 pudelwohl und habe sogar noch Platz. Hätte nie gedacht, dass ich nach so vielen Jahren nochmal in einem Dressursattel sitzen kann."

Claudia M. auf Feistritzer "Comfort Begleiter in allen Lebenslagen – bei der Arbeit auf dem Platz, bei langen Spazierritten im Gelände, bei Kursen ..."

"Die Sattlerin hat mehrere Testmodelle zur Auswahl mitgebracht, und mein eigentlicher (vermutlich optisch bedingter) Favorit hat dann dem Amazona Dressage Comfort weichen müssen, der sowohl mich als auch mein Pferd sofort überzeugt hat. … Mit einer Selbstverständlichkeit bewegt er sich sofort locker und voller Freude unter dem neuen Sattel. … Seither ist unser Amazona Dressage Comfort Begleiter in allen Lebenslagen – bei der Arbeit auf dem Platz, bei langen Spazierritten im Gelände, bei Kursen. … Der tiefe Sitz und die nicht zu großen Bananenpauschen bieten mir ein sichereres Sitzgefühl, welches ich nicht missen möchte."

Hotline: 09179 / 964117

Mehr Freude mit Iberosattel: jetzt kostenlos und unverbindlich bei Iberosattel® informieren!