Wie plane ich einen Wanderritt?
Ein Wanderritt ist mehr als nur ein Ausflug ins Grüne – er ist ein Erlebnis, das Reiter und Pferd auf besondere Weise verbindet. Doch bevor Sie die ersten Hufspuren in die Natur setzen, gibt es einiges zu bedenken: Wie planen Sie die Route? Welche Vorbereitung benötigt Ihr Pferd? Und welche Alternativen gibt es, wenn Sie kein eigenes Pferd mitbringen oder größere Distanzen zurücklegen möchten?
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Wanderreiten: Mit dem eigenen Pferd oder mit Leihpferd?

Für viele Reiter mit Wanderambitionen ist Wanderreiten mit dem eigenen Pferd natürlich das Ideal. Dafür brechen Sie entweder direkt am heimischen Stall auf – oder Sie transportieren Ihr Pferd per Anhänger zum Ausgangspunkt der Wanderung.
Eine Alternative – gerade auch wenn Sie attraktive Routen in weiterer Entfernung oder im Ausland erkunden möchten – ist das Wanderreiten mit einem Leihpferd, üblicherweise im Rahmen geführter Wanderritte. Auf einem solchen geführten Wanderritt brauchen Sie sich weder um die Planung der Strecke noch um die Organisation der Übernachtungen zu kümmern. Sogar die Verpflegung unterwegs und der Gepäcktransport von Gasthof zu Gasthof werden häufig durch die Organisatoren gestellt. Für Anfänger, die mit dem Wanderreiten noch gar keine Erfahrung haben, ist das sicher die beste Möglichkeit.
Streckenplanung beim Wanderreiten
Sie möchten es allein angehen? Wie bei jeder Wandertour wird die Strecke auch beim Wanderreiten entlang der avisierten Unterkünfte im Voraus geplant – am besten anhand einer Karte im Maßstab 1:20.000 bis 1:30.000.

- Übernachtungsmöglichkeiten: Suchen Sie sich eine schöne, abwechslungsreiche Route aus! Google Maps ist dabei eine tolle Unterstützung. Einerseits wegen der dort eingetragenen Übernachtungs- und Einkehrmöglichkeiten, andererseits auch wegen des Luftbildmodus, dessen Zoomfunktion es gestattet, Streckendetails recht genau zu beurteilen.
- Pferdefreundliche Wege: Idealerweise führt ein Wanderritt ausschließlich über Wald- und Feldwege sowie Forststraßen. Kurze Wegstücke, zum Beispiel beim Durchqueren eines Dorfes, können auch einmal über (möglichst spärlich befahrene) Landstraßen zurückgelegt werden.
- Realistisches Pensum: Nehmen Sie sich nicht zu viel vor – gerade wenn es am nächsten Tag wieder weitergeht, möchten Sie weder sich noch Ihr Pferd zu stark beanspruchen. In flachem Gelände werden Sie an einem Tag um die 30 Kilometer schaffen, im Mittelgebirge 20 bis 25, und wenn es erhebliche Steigungen zu überwinden gibt, oft auch nur 15.
Bitte reiten Sie Ihrem Pferd zuliebe nicht einfach drauf los. Wählen Sie pferdefreundliche Wege und nehmen Sie sich nicht zu viel vor. — Gute Planung für entspanntes Wanderreiten
Wo übernachten beim Wanderreiten?
Übernachtet wird je nach lokalen Möglichkeiten und Regelungen, persönlichen Vorlieben und Außentemperaturen – unter freiem Himmel, im Zelt oder in einer Unterkunft, die auch Pferde unterbringen kann. Manche Höfe sind als Wanderreitstationen ausgewiesen. Es kann auch eine Option sein, Pferde und Reiter in unterschiedlichen Unterkünften einzuquartieren – dann werden die Pferde auf einem Reiterhof oder auf der Koppel eines Bauern versorgt, während es sich die Reiter zum Beispiel in einem hübschen Landgasthaus oder sogar im Wellnesshotel gutgehen lassen. Geführte Reitwanderungen machen öfter von dieser Möglichkeit Gebrauch.
Übernachtungsmöglichkeiten beim Wanderreiten

- Unter freiem Himmel: Schlafen unter den Sternen, wenn das Wetter und die lokalen Regelungen es erlauben – ideal, wenn Sie mit Ihrem eigenen Pferd unterwegs sind.
- Im Zelt: Flexibel und unabhängig, perfekt für naturverbundene Reiter auf einer selbst organisierten Tour.
- Wanderreitstationen: Spezielle Unterkünfte, die auf Reiter und Pferd ausgerichtet sind. Hier finden Sie Koppeln oder Ställe, die optimal für den Aufenthalt Ihres eigenen Pferdes geeignet sind.
- Reiterhöfe oder Bauernhöfe: Diese Höfe bieten einfache, aber praktische Lösungen, um sowohl Pferd als auch Reiter unterzubringen.
- Landgasthäuser: Komfortable Unterkünfte für Reiter, während die Pferde auf benachbarten Höfen oder Koppeln versorgt werden.
- Hotels: Eine luxuriöse Option für Reiter, die Wert auf Entspannung legen, während das eigene Pferd auf einem nahegelegenen Hof versorgt wird.
Das richtige Training für den Wanderritt

Wenn Sie Ihr Pferd zum Wanderreiten ausbilden möchten, arbeiten Sie im Wesentlichen auf folgende Ziele hin:
- Ausdauer
- Trittsicherheit und Balance
- Angstfreiheit
- Zügiges Tempo bei gleichzeitig bequemem Sitz für den Reiter
Kondition aufbauen
Wenn Ihr Pferd an tägliche längere Ausritte noch nicht gewöhnt ist, beginnen Sie am besten schon mehrere Wochen vor Beginn Ihres Wanderritts mit dem Trainingsprogramm zum Aufbau der nötigen Kondition: Reiten Sie Ihr Pferd täglich mindestens 90 Minuten – vorwiegend im Schritt, mit kurzen, bei wachsender Ausdauer auch längeren Trabeinlagen. Und machen Sie an den Wochenenden längere Ausritte.
Ans Gelände gewöhnen
Beginnen Sie mit Geländeritten von zwei bis vier Stunden Dauer, und steigern Sie dann auf fünf bis acht Stunden – natürlich mit Pausen zwischendurch. Nutzen Sie dabei auch jede Möglichkeit, um auf unterschiedlichen Untergründen zu reiten: Wald- und Feldwege, asphaltierte Wege, sandige Böden, holprige Untergründe, Stufen und Abhänge sind ideale Möglichkeiten, Muskelkraft, Trittsicherheit und Balance zu trainieren.
Gelassenheit trainieren
Nervenstärke aufbauen können Sie gut auf geführten Spaziergängen im Gelände. Hier lassen sich viele verschiedene Erfahrungen machen: Mülltonnen, Baumstammstapel, parkende Autos, Brücken, Eisenbahnunterführungen, Kühe auf der Weide, Traktoren auf dem Feld: Wenn Sie spüren, dass etwas Ihrem Pferd unheimlich ist, führen Sie es ganz ruhig und sicher möglichst in die Nähe der vermeintlichen Gefahr, und lassen Sie ihm reichlich Zeit, sich damit vertraut zu machen – immer wieder, solange, bis es sich überzeugt hat, dass schon alles seine Ordnung hat.
Kondition, Gelassenheit und sanfte Vorbereitung aufs Gelände sind wichtige Schwerpunkte der Vorbereitung. — Ein Wanderritt sollte trainiert werden.
Geschwindigkeit beim Wanderreiten
Beim Wanderreiten steht nicht die Schnelligkeit im Vordergrund, sondern das gemütliche Reiten in einem entspannten Tempo. Der Großteil der Strecke wird im Schritt zurückgelegt, um Energie zu sparen und sich sicher durch unbekannte Gebiete zu bewegen. Ab und zu sorgt ein flotter Trab oder ein Galopp auf geeignetem Terrain für ein wenig Abwechslung und Spaß.
Tempo ohne Trab

Ein zügiges Tempo, das Sie angenehm aussitzen können, erreichen Sie mit dem starken Schritt – einem raumgreifenden Schritt, mit dem Sie auch ohne Trab richtig flott vorankommen. Den starken Schritt können Sie auf dem Platz mit Cavaletti-Stangen üben, die so gelegt sind, dass Ihr Pferd größere Schritte machen muss. Oder Sie forcieren die großen, zügigen Schritte, indem Sie immer dann mit dem Fuß treiben, wenn die Schulter des Pferdes nach vorn geht – so lange, bis das gewünschte Tempo erreicht ist. Fast automatisch stellt sich ein raumgreifender Schritt übrigens beim Bergaufreiten ein. Achten Sie darauf, die ausgeprägte Nickbewegung des Pferdekopfes, die zum starken Schritt gehört, mit den Zügeln nicht zu behindern!
Der Jog: Bequemer Trab für Wanderritte
Gut macht sich beim Wanderreiten auch der Jog oder kurze Trab – ein flacher Trab, der sehr bequem auszusitzen ist. Der Jog entsteht aus einem verlangsamten, stark versammelten Trab: Der Rücken wölbt sich locker schwingend auf, der Hals ist waagerecht, die Stirn-Nasenlinie etwa senkrecht. Viele Westernpferde „joggen“ von Natur aus. Andere Pferde können den Jog erlernen, indem Sie im Trab immer im Wechsel mit den Füßen treiben und mit den Zügeln beizäumen, sodass sich der Rücken aufwölbt und die Schritte verkürzen.
Das sagen unsere Kunden über ihren Wanderreitsattel von Iberosattel®
Uschi A.: Wanderreiten mit dem El Primero
Bei der Qualität und Verarbeitung vom Leder kann ich auch nur Gutes berichten. Auch die Gurtstrippen sehen nach fast zwei Jahren noch sehr gut aus, der Sattel ist ca. 4–5 pro Woche im Gebrauch.
Den Service von Ibero kann ich jedem empfehlen. Ich weiß, wovon ich spreche, denn ich habe schon reichlich unangenehme Erfahrung mit anderen Sattelherstellern hinter mir.
Den Service von Ibero kann ich jedem empfehlen. Ich weiß, wovon ich spreche, denn ich habe schon reichlich unangenehme Erfahrung mit anderen Sattelherstellern hinter mir.
Carina N.: Service und Qualität haben mich absolut überzeugt ...
Service, Qualität und das Konzept der breiten Auflageflächen haben mich absolut überzeugt. Mein Friese läuft mit diesem Sattel deutlich freier und entspannter.
Ich selbst habe das Gefühl näher am Pferd zu sitzen, die kleinen Pauschen geben mir genügend Beinfreiheit, durch die Galerien fühle ich mich trotzdem eingerahmt.
Ich selbst habe das Gefühl näher am Pferd zu sitzen, die kleinen Pauschen geben mir genügend Beinfreiheit, durch die Galerien fühle ich mich trotzdem eingerahmt.
Ihr individueller Sattel fürs Wanderreiten
Gerne finden wir auch für Sie einen passenden Wanderreitsattel. Welcher Sattel passt zu Ihnen und Ihrem Pferd? Sie haben Fragen oder wollen einen Termin vereinbaren? Wir beraten Sie am Telefon und kommen danach auch gern für einen Probetermin bei Ihnen vorbei.
Laden Sie einfach unsere Broschüre samt Preisen herunter, um einen ersten Überblick zu bekommen. Oder rufen Sie uns direkt an oder füllen Sie unser Kontaktformular aus.
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