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Im Schwerpunkt des Pferdes sitzen – mit dem richtigen Sattel kein Problem

Wie und wo auf dem Pferderücken der Sattel Reiter oder Reiterin hinsetzt – das ist tatsächlich ähnlich wichtig wie die Sattelpassform. In diesem Zusammenhang ist oft vom Sitzen im Schwerpunkt die Rede.

Was ist damit gemeint? Und warum ist das eigentlich so wichtig? Hier kommt eine etwas längere Erklärung. Haben Sie Geduld mit uns!

Sitzen im Schwerpunkt mit Iberosattel® – Inhaltsverzeichnis

Sattel im Schwerpunkt oder im Schwerpunkt des Pferdes sitzen?

Mit dem richtigen Sattel sitzt der Reiter im Schwerpunkt

Aussagen wie:

  • Der Sattel liegt nicht im Schwerpunkt.
  • Der Schwerpunkt des Sattels liegt zu weit hinten.
  • Der Reiter muss den Schwerpunkt finden.
  • Das Pferd tritt unter den Schwerpunkt.

sind deshalb so unklar, weil “Schwerpunkt” hier in fast jeder Aussage eine andere Bedeutung hat.

Wir lösen auf:
 
  • Dass der “Sattel im Schwerpunkt liegen” soll, meint normalerweise, dass der Schwung des Sattels zum Rücken des Pferdes passt und der Sattel nicht kippelt.
  • Mit dem “Schwerpunkt des Sattels” ist seine tiefste Stelle gemeint.
 
Der Schwerpunkt, den der Reiter finden muss, und der, unter den das Pferd tritt, beziehen sich wieder auf etwas anderes: nämlich auf den sogenannten Massenmittelpunkt des Pferdes. Dazu gleich mehr.

Besonders wichtig ist der sogenannte Massenmittelpunkt des Pferdes. — Aussagen zum Schwerpunkt können sich auf unterschiedliche Dinge beziehen.

Schon gewusst? Ein Pferd ist kein Tisch ...

Wenn Sie auf einen Tisch steigen, ist es mehr oder weniger egal, wo Sie das tun … (obwohl Sie samt Tisch schon ins Kippen kommen können, wenn Sie es direkt auf dem äußersten Rand versuchen). Steigen Sie dagegen auf eine waagerecht stehende Wippe, gibt es exakt einen Punkt, nämlich den zentralen, wo die Wippe durch das Reitergewicht nicht aus dem Gleichgewicht gerät.
 
Ein Pferd hat vier Beine und ist in dieser Hinsicht ein bisschen wie der Tisch – aber durch die Beweglichkeit seines Skeletts auch ein bisschen wie die Wippe. Wenn Sie draufsitzen, bringen Sie das Pferd aus dem Gleichgewicht – außer Sie setzen sich auf den Punkt, der dem zentralen Punkt der Wippe entspricht: den Schwerpunkt oder Massenmittelpunkt des Pferdes.
Der Schwerpunkt des Pferdes ist der Punkt, auf dem der Reiter (theoretisch) sitzen kann, ohne das Pferd aus dem Gleichgewicht zu bringen. — Wie bei einer Wippe.

Wo der Schwerpunkt des Pferdes liegt … und warum Gymnastizierung so wichtig ist

Mit dem richtigen Sattel sitzt der Reiter im Schwerpunkt

Hier liegt nun das Dilemma, das jeder Reiter für sich und sein Pferd lösen muss: Der Schwerpunkt des reiterlich unbeeinflussten, stehenden Pferdes befindet sich normalerweise irgendwo im Schulterbereich, also ein ganzes Ende vor und unter der Sattellage … es ist also für den Reiter zunächst faktisch unmöglich, im Schwerpunkt des Pferdes zu sitzen.
 
Aber der Schwerpunkt des Pferdes ist variabel: Ändert das Pferd seine Haltung – zum Beispiel in der Bewegung – verschiebt sich auch der Schwerpunkt.
 
Auch durch reiterliche Einwirkung kann das Pferd veranlasst werden, seinen Schwerpunkt zu verschieben: ein Stück nach hinten und oben, hin zum Reiter. Die dafür erforderlichen Veränderungen der Körperhaltung wie Hankenbeugung, Aufwölben des Rückens und Heben des Kopfes sind nicht umsonst wichtige Ziele der Gymnastizierung. Je näher Pferdeschwerpunkt und Reiterschwerpunkt einander in der Bewegung kommen, desto besser kann das Pferd Sie tragen, und desto ausbalancierter und sicherer sitzen Sie.

Den Schwerpunkt des Pferdes zum Reiter hin verschieben: Je besser das gelingt, desto weniger wird das Pferd durch den Reiter aus dem Gleichgewicht gebracht. — Darauf zielt die Gymnastizierung ab.

Warum Gewichtsverlagerungen des Reiters das Pferd kontrollieren

Mit dem richtigen Sattel sitzt der Reiter im Schwerpunkt
Stellen Sie sich vor, Sie sitzen in der Mitte einer Wippe. Wenn Sie es geschickt anstellen, können Sie nun durch kleinste Verschiebungen Ihres Körpergewichts die Wippe in Bewegung setzen. So in etwa funktioniert das auch beim Pferd – auch wenn das Pferd in dieser Interaktion natürlich ein viel aktiverer Partner ist als ein starrer Holzbalken.
 
Wenn Sie Ihr Körpergewicht verlagern – zum Beispiel, indem Sie sich nach vorn oder hinten neigen, die eine Pobacke mehr belasten als die andere oder das Becken abkippen, können Sie Ihr Pferd gezielt ein wenig aus dem Gleichgewicht bringen. Das Pferd wird daraufhin versuchen, sein Gleichgewicht wiederzufinden – und im Zuge dessen, wenn Sie alles richtig gemacht haben, die gewünschten Bewegungen ausführen.
 
Und wenn Sie Ihr Pferd gerade nicht beeinflussen möchten – also etwa, weil es Richtung und Geschwindigkeit einfach beibehalten soll – folgen Sie den bewegungsbedingten kleinen Verschiebungen des Pferdeschwerpunkts am besten mit Ihrem Körper: Wenn Sie mit dem Pferd mitschwingen, wird es nicht die ganze Zeit durch Ihre Einwirkung irritiert. 
Gezielte Verlagerungen des Körpergewichts verschieben den Reiterschwerpunkt relativ zum Pferdeschwerpunkt. — Der Schwerpunkt wirkt auf die Bewegung des Pferdes ein.
Gute Reiter schaffen das alles ganz intuitiv. Aber wenn man anfängt, darüber nachzudenken und zu sprechen, kommt eben das Konzept des Schwerpunkts ins Spiel. Voraussetzung dafür, dass die sogenannten feinen Hilfen funktionieren, ist ein ausbalancierter Sitz des Reiters: Sie dürfen das Pferd nicht schon durch Ihre bloße Anwesenheit auf dem Pferderücken stark aus dem Gleichgewicht bringen – das heißt, Sie müssen (möglichst) im Schwerpunkt des Pferdes sitzen.

Wie der richtige Sattel helfen kann

Wie leicht oder schwer Pferd und Reiter es mit dem Schwerpunkt haben – das liegt unter anderem daran, wo und wie der Sattel den Reiter hinsetzt. Am besten so:
 
  • Möglichst weit vorn (aber natürlich nicht auf die Schulter!)
  • Im entspannten, neutralen Sitz möglichst senkrecht, ohne nach vorn oder hinten zu kippen.

Wie Iberosattel® dem Reiter das Sitzen im Schwerpunkt erleichtert

Iberosattel® fördert das Sitzen im Schwerpunkt durch ein Baukastensystem, mit dem jeder Reiter die für sich und sein Pferd passende Sitzposition finden kann. Wir passen jeden Sattel so an, dass er ohne zu kippeln auf dem Pferderücken liegt – und Sie so nahe an den Schwerpunkt des Pferdes setzt, wie es die Sattellage erlaubt. Dabei helfen uns:
 
  • Die individuelle Polsterung unserer Sättel, die wir dem Schwung des Pferdes anpassen.
  • Die Verwendung von Sattelbäumen mit unterschiedlichem Schwung: flach, halbflach oder tief.
  • Der von Iberosattel® entwickelte EWF-Sattelbaum, der in schwierigen Fällen mehr Beweglichkeit für Schulter und Widerrist des Pferdes ermöglicht.
Auch bei ungünstiger Sattellage haben wir Mittel, um Sie möglichst nahe an den Schwerpunkt zu setzen. — Bei der Anpassung unserer Sättel achten wir auch besonders auf Ihre Sitzposition.

Das sagen unsere Kunden über ihren Iberosattel®

Nicole T. mit Ibero Amazona Comfort: "Ich bin überglücklich, diese Entscheidung getroffen zu haben."

"Bei der Dressurarbeit, auf dem Platz und auch nach einem dreistündigen Geländeritt ist er super bequem und einfach toll zu sitzen. Auch die Farbe ist einfach klasse und wir sind überall der Hingucker. Ich bin überglücklich, diese Entscheidung getroffen zu haben. Ich möchte mich nochmal bei Ihnen für die freundliche und kompetente Beratung bedanken."

Tanja S.

"Der Sattel ist sehr bequem zu sitzen und auch meine Friesin liebt ihn. Mit ihm schnaubt sie bald nach dem Aufsteigen ab, gibt nach kurzer Zeit den Rücken her und dieser hat sich auch nochmal zum Positiven verändert, seit ich meinen Dressage Andaluz habe."

Hotline: 09179 / 964117

Mehr Freude mit Ihrem Sattel: jetzt kostenlos und unverbindlich bei Iberosattel® informieren!

Widerristfreiheit

Weltneuheit: Kein Kopfeisen am Pferd
Weltneuheit: Kein Kopfeisen am Pferd
Mehr Freiheit bei hohem Widerrist: Durch das Integrieren des Kopfeisens in den Sattelbaum, bietet das EWF System mehr Freiheit für den Widerrist (bei hohen und ausgeprägten Widerristen) und mehr Freiheit für die Schulter (kein Eisen, das das Heruntergleiten des Schulterknorpels unter den Sattel stört).

Allrounder für Freizeit und Dressur

Breite und kurze Auflage für Dressur und Gelände
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Mit der original breiten Comfort-Auflage in der normalen oder der extra kurzen Compact-Version haben Sie einen Sattel gleichermaßen für Dressur und Gelände:

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